Die Via Botanica - der etwas andere Lehrpfad

Die Via Botanica führt durch eines der schönsten und besterhaltenen Täler Luxemburgs. Der Weg berührt zahlreiche Standorte, z. B. Lohhecken, Eichen-Hainbuchenwald, Schonungen mit Nadelbäumen, Ginsterheiden, sonnige Felshänge und Wiesengründe mit plätschernden Forellenbächen. Diese Standorte beherbergen ihrerseits eine reiche Flora und Fauna, u. a. Feuersalamander, Schwarzspecht, Haselhuhn, Wildkatze und Baummarder. Das Gebiet ist bekannt für seine Pflanzenvielfalt und bietet einigen bedrohten Arten, die auf der „roten Liste“ stehen, die einzige in Luxemburg bekannte Heimat. Im Frühling locken die wilden Narzissen und die Küchenschellen zahlreiche Besucher an.

Bei diesem naturkundlichen Lehrpfad handelt es sich um ein etappenweise durchgeführtes Projekt, dessen Fertigstellung drei Jahre beanspruchen wird. Der Weg besteht aus einem 7,5 km langen Wanderweg mit 25 poetischen und naturnahen Inszenierungen. Bei diesen Inszenierungen fließen die didaktischen, künstlerischen und nützlichen Elemente ineinander und bilden einen harmonischen Einklang mit der Natur. Dezente, in das Relief der Landschaft integrierte Ruheplätze aus grauem Quarzit, einem lokalen Gestein, laden zum ausruhen, beobachten und zeichnen ein. Diskrete informative Elemente werden dazu beitragen, bestimmte Aspekte des Pflanzenlebens am Wegesrand zu erklären. In Steinplatten eingemeißelte Poesie zeigt die Schönheit der Natur.

Die Besucher sollen dazu angeregt werden, die Schätze der Natur selbst zu entdecken, sie bewusst zu sehen, genau zu betrachten und aufzuzeichnen. So wird der Weg zum Spiel, zu einer Schatzsuche.

Einen Eindruck von der Streckenführung gibt das Luftbild. Ausgangspunkt ist Lellingen (am Café Lellger Stuff). Die Länge beträgt ca. 7,5 km, der Höhenunterschied ca. 250 m. Auf der Strecke gibt es zwei größere Steigungen. Kurz hinter Lellingen geht es relativ steil hinauf. Dann kommt noch einmal eine längere Steigung vom Lellger Bach aus, die aber nicht sonderlich steil ist.

Initiative: Paul Kremer, Forstverwaltung, Dienststelle für Naturschutz, Norden – Wiltz
Konzept: Alan Johnston und Maja Devetak

Grafische Gestaltung: Alan Johnston, Carin Vasselin, Frank Ziegler
Landschaftsdesign: Maja Devetak
Mitarbeit und Kinderzeichnungen: Primärschule Wilwerwiltz
Luftbild: Kadaster und Topographische Verwaltung, Luxemburg

Der Entdeckungspfad wird realisiert mit Unterstützung
- des Umweltministeriums,
- der Forstverwaltung,
- der Gemeinde Kiischpelt
- und dem SIVOUR.

Die Route ist für Nordic-Walking geeignet. Weitere Vorschläge dazu gibt es auch bei http://www.nordic-walking.lu/

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